... weil Musizieren verbindet

... weil Musizieren verbindet

Stacks Image 1975
1964 wurde das Sinfonische Orchester beim Kranken­haus Prenzlauer Berg im Ost­teil Berlins auf Initiative von Günter Hahnefeld, einem Komponisten und Dirigenten, gegründet.

Es fanden sich circa 40 Musizier­freudige zusammen, die haupt­sächlich in medizinischen, aber auch in art­verwandten Berufen arbeiteten oder noch Studenten waren. Den eigent­lichen Namen
Berliner Ärzte­orchester erhielt der Klang­körper erst im Jahre 1969.
Günter Hahnefeld
Neben den regel­mäßigen Konzerten in Berlin waren Kon­zerte in Buda­pest, Suhl und Dresden besondere Höhe­punkte im Orchester­leben.
Günter Hahne­feld, der auch ei­nige Wer­ke spe­ziell für un­ser Or­chester mit des­sen Be­set­zung kom­ponier­te, lei­te­te er­folg­reich das Or­chester bis zu sei­nem Tode im Som­mer 1978.

Nach­fol­gen­de Diri­gen­ten wa­ren Eckard Klemm (1979–1982), GMD Con­rad Mann (1983–1985), Tho­mas Hauk (1986–1987), Gün­ter Sad­zins­ki (1988–1993) und Jo­chen Sü­ße (1993–2006).

Christa-Maria Unger
Die oft schwie­rigen Zei­ten beim Wech­sel ei­nes Diri­genten (bzw. bei noch nicht be­stell­tem Nach­folger) be­durf­ten einer füh­ren­den Hand. Hier schaff­te es die lang­jäh­rige Kon­zert­meis­terin Christa-Maria Unger – selbst zu den Grün­dungs­mit­glie­dern des Or­chesters ge­hörend – im­mer wie­der, Zu­sam­men­halt und eine in­nere Sta­bili­tät zu er­hal­ten. Bei eini­gen der öf­fent­lichen Kon­zer­te über­nahm sie selbst das Diri­gat. — Christa-Maria Unger ist nicht mehr ak­tiv tätig. Sie ist Ehren­mit­glied des Or­chesters.
Nach der Wieder­vereinigung wurde der Kon­takt zum (West)-Berli­ner Ärzte­orchester auf­genommen. Eine kurz ange­dachte Fu­sion war aber auf­grund der Grö­ße beider Or­chester nicht sinn­voll.
Un­ser (Ost)-Berliner Ärzte­orchester nann­te sich nun um in Orchester ÄSKULAP Berlin, wurde ein ein­getra­gener Ver­ein und Mit­glied im Bund Deut­scher Lieb­haber­orchester, BDLO.
Inzwi­schen ist das Or­chester ÄSKULAP wirk­lich ein Ge­samt­berliner Or­chester, in dem Jung und Alt gut ge­mischt sind. Seit der Wen­de beste­hen keine Bin­dun­gen mehr zu medi­zini­schen Ein­rich­tungen. Im Or­chester ist ein brei­tes Spek­trum ver­schiede­ner Berufs­gruppen ver­treten, natür­lich auch weiter­hin Stu­den­ten so­wie einige Be­rufs­musiker.
Wochenendprobe
Seit Sep­tem­ber 2006 ist Jens Albert unser Diri­gent. Er ist Absol­vent der Dres­dener Mu­sik­hoch­schule »Carl-Maria von We­ber« im Fach Klari­nette. Nach dem Stu­dium war er 13 Jah­re lang Solo­klari­nettist am The­ater in Baut­zen. Für unser Or­chester ist es sehr wert­voll, wie Jens Albert seine Be­geiste­rung und gro­ße Er­fahrung an al­le Or­chester­mit­glieder über­trägt.
Sehr ge­schätzt ist seine Ver­mitt­lung des musi­kali­schen Stim­mungs­hinter­grundes bei der Er­arbei­tung neu­er Wer­ke. Ge­rade musi­zier­freudige Ama­teure sind dank­bar für die rich­tige Moti­vation und ge­nießen es, wenn Jens Albert es schaff­te, sie tech­nisch und musi­kalisch an­spruchs­volle Pas­sagen be­wäl­tigen zu las­sen.

Im Jahr 2014 konnte das Orches­ter sein 50-jähri­ges Be­ste­hen mit zwei groß­arti­gen Jubi­läums­konzer­ten feiern. — Doch ein Aus­ruhen auf den Erfol­gen gibt es nicht, denn da ist so viel Musik­literatur, die von uns bisher noch nicht ge­spielt wurde!